Ich fördere, also bin ich

23. November 2010 § 7 Kommentare

Zurzeit beschäftigen mich intensiv zwei Themen: Crowdfunding und Crowdsourcing. Es geht um das Fördern und Unterstützen von Projekten und Geschäftsideen durch eine (meist anonyme) Masse aus (beliebig) vielen Einzelpersonen. Beim Crowdfunding geht es mehr oder weniger um eine „Geldspende“. Mit einem kleinen Teilbetrag in Höhe von 8,- Euro könnte ich bspw. Projekte wie dieses außergewöhnliche Vorhaben, Snowboarding Iran, über die Plattform startnext.de unterstützen. Für diese 8,- Euro würde ich etwas Geldwertes zurück bekommen, ein original Filmposter. Für einen niedrigen dreistelligen Betrag wäre am Ende das Original-Drehbuch drin, für einen vierstelligen erhielte man sogar „kostenlosen Zugriff“ auf das Fimmaterial. Abgefahrene Idee, 15.400,- Euro beträgt die gesamte Fundingsumme, damit das Projekt realisiert werden kann. Leider ist Snowboarden nicht mein Thema. Immerhin konnte ich hier auf das Projekt aufmerksam machen!

Ich möchte Projekte unterstützen, worin ich mich wiederfinden kann, in der Thematik ebenso wie in den Personen, die dahinter stehen. Ich möchte mich mit dem Projektinhaber oder alleine mit mir auseinandersetzen können, wo, was und WIE ich fördere: Welche Möglichkeiten gibt es für mich außer eine bestimmte Summe Geld zu geben? Es geht um ein geistiges und virtuelles Engagement (in der Summe mit anderen), um etwas in Gang zu setzen. Womit wir beim zweiten Thema angelangt wären, dem Crowdsourcing. Eine Masse an „kostenloser Intelligenz“ bringt sich mit ihrem gesamten Wissen und Können, ihrer Erfahrung und ihrer Manpower in Projekte ein, um Aufgaben und Probleme zu lösen.

Crowdfunding und Crowdsourcing sind durch das Internet in Mode gekommen und finden heute im Web2.0 Anwendung. Da ich mich in dieser Welt ebenfalls tummle und sehr wohl fühle, mir aber auch, wie bekannt ist, die Welt der realen Bücher, Kunst und Kultur am Herzen liegt, möchte ich mich in „moderne“ Buch-Kunst-Kultur-Projekte einbringen. In Projekte, wo neue Wege beschritten werden, Klassisches mit Innovativem verbunden wird, vielleicht sogar verschmilzt, wo neues ausprobiert und gewagt wird, und wo mutige, kreative und außergewöhnliche Menschen dahinter stehen. Dabei sollen natürlich das Marketing und die Kommunikation über Online- und Social Media-Kanäle im Vordergrund stehen.

Was habe ich davon, außer Ruhm und Ehre, die mir zuteil werden? Es geht mir nach wie vor ganz klar um (m)eine wachsende Vernetzung sowie Präsenz im Web2.0, um meine Positionierung und meine Reputation! Faszinierend ist aber auch allein die Möglichkeit, sich mit Hilfe des Webs einbringen und etwas fördern zu können. Das gibt mir sehr viel zurück – vorausgesetzt, ich sehe, wie das Geförderte wächst und gedeiht! Und gegen eine spätere Rendite habe ich natürlich auch nichts.

In mehreren Beiträgen werde ich euch nach und nach von Projekten berichten, die ich ganz gezielt fördern und unterstützen möchte, weil ich in ihnen Potenzial und Zukunft sehe.

Wo bin ich?

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