Mineralwasser von den Fidschi-Inseln

18. Juni 2011 § 5 Kommentare

In der aktuellen Ausgabe der ZEIT gibt es ein, wie ich finde, sehr schönes Interview mit einem der erfolgreichsten Musikproduzenten unserer Zeit, Brian Eno. Folgende Frage und Antwort fand ich interessant – dabei geht es um „knappe Güter“:

Die ZEIT: Ein überraschender Erfolg in Zeiten schwindender CD-Umsätze sind limitierte und teure Sammler-Editionen. Von Ihrem letzten Album ‚Small Craft on a Milk Sea‘ gab es eine Version, die 300 Euro kostete und schnell vergriffen war. Worin besteht der Reiz?

Brian Eno: Ja, das ist faszinierend, vor allem, weil die Musik das Wertloseste in so einer Edition ist, da sie im Netz jederzeit umsonst runtergeladen werden kann. Musik ist in unserem Teil der Welt wie Wasser, immer und überall zu haben. Trotzdem kenne ich Menschen, die ein Vermögen für Mineralwasser von den Fidschi-Inseln zahlen. Ihre Vorstellungskraft suggeriert ihnen, dass das besser sei. Ähnlich ist es mit limitierten Tonträgern. Die Menschen kaufen nicht die Musik sondern die kostspielige Verpackung. Sie investieren im optimalen Fall in ein Kunstwerk mit Musik. (DIE ZEIT, No. 25 vom 16. Juni 2011)

Was kann man daraus für die Buchbranche ableiten? Bitte um Meinungen!

Virenschleuder-Preis 2011

10. März 2011 § 4 Kommentare

Wir haben da mal was ausgeheckt, Leander Wattig und ich. Als es letztens wieder hieß, der Buchmarkt Award würde ausgeschrieben und es sei der einzige Marketing-Preis der Buchbranche, da dachten wir uns beide, das schreit geradezu nach einem zweiten Preis.

Nein, keine Angst, lieber Buchmarkt, das soll nun keine Konkurrenz-Veranstaltung werden! Wir haben auch (noch) kein Budget und Sponsoren. Wir machen das in, mit und über Social Media – hier, heute, jetzt: Wir wollen mit unserem Virenschleuder-Preis 2011 einmal mehr die Vernetzung innerhalb der Branche erhöhen und einen einfachen, smarten „Wettbewerb“ durchführen, bei dem alle Beteiligten gleichermaßen profitieren sollen, die Teilnehmer wie auch das Publikum. Es geht um das Lernen und das Erfahrungsammeln zum Thema Social Media Marketing.

Dazu bitten wir Verlage, Buchhandlungen und andere Buchschaffenden aus der Branche, macht mit, reicht eure erfolgreich(st)en Social Media Marketing-Maßnahmen ein und profitiert von einer Diskussion und Bewertung eurer Beiträge. Das besondere daran: dies findet transparent und öffentlich statt!

Alle Informationen und Details zum Procedere sind auf der eigenen Website zum Virenschleuder-Preis 2011 zu finden. Hier geht es zur Facebookseite. Und die Virenschleuder twittert auch.

Viel Spaß beim Mitmachen und viel Erfolg!

Die Ergebnisse der Umfrage: Wo kauft ihr eure Bücher?

22. Februar 2011 § 9 Kommentare

Vor einer Woche habe ich per Twtpoll die Umfrage
‚Wo kauft ihr eure Bücher?‘ erstellt. Es standen folgende Antwortmöglichkeiten zur Auswahl:

  • ausschließlich im Internet
  • (Spontankäufe) beim örtlichen Buchhändler, spezielles online
  • ausschließlich beim örtlichen Buchhändler
  • andere (mit Nennung)

Innerhalb einer Woche gaben 200 Personen ihre Stimmen ab, was mich sehr gefreut hat. Hier die Ergebnisse:Die Mehrheit, also 112 Personen (56%) kauft wohl situationsabhängig oder je nach Art der benötigten Literatur ihre Bücher sowohl online als auch im stationären Handel. Dies hätte ich auch nicht anders erwartet. Anders bei den „reinen“ Online- oder Offline-Käufern: Demnach kaufen 42 Personen (21%) ihre Bücher ausschließlich im Internet! Dagegen beziehen „nur“ 29 Buchkäufer (15%) ausschließlich ihren Lesestoff beim örtlichen Buchhändler. Der Onliner-Anteil überrascht mich nicht, jedoch hätte ich persönlich mit einem höheren Anteil an treuen Buchhändler-um-die-Ecke-Kunden gerechnet. Die „anderen“ 9% (17 Personen) sind teils auch Online-/Offline-Käufer oder beziehen Bücher über weitere Wege wie Verlag oder Antiquariat. Hier geht es zu den einzelnen Nennungen.

Wie aussagekräftig sind die Anworten bei solch einer einfachen Umfrage, da keinerlei Querverweise, differenzierte Gegenfragen, demografische Angaben etc. zur Verfügung standen? Interessant wird es, denke ich, wenn ich die Befragung künftig alle halbe Jahre nochmals durchführen werde – wenn man also eine erste Entwicklung feststellen kann. Die weitere Interpretation überlasse ich gerne euch in den Kommentaren. Was meint ihr zu den Zahlen? Worin liegen die Gründe für das Ergebnis? Sagen die Zahlen doch einiges über den Kampf Internet-Buchhandel gegen stationäre/unabhängige Buchhandlungen aus?

Wo kauft ihr eure Bücher?

15. Februar 2011 § Ein Kommentar

Das interessiert mich schon eine ganze Weile:
Wo kauft ihr eure Bücher?

Um eine wie auch immer geartete Antwort zu bekommen, habe ich gestern Abend per Twtpoll eine Umfrage gestartet. Es geht darum herauszufinden, welchen Anteil die Buchkäufe im Internet im Vergleich zu den Buchkäufen im stationären bzw. örtlichen Buchhandel ausmachen. Leider lässt sich Twtpoll hier nicht embedden – zumindest bekomme ich es nicht hin – so muss es also über diesen Link gehen.

Antworten können noch bis Ende der Woche abgegeben werden. Ich möchte dann natürlich die Ergebnisse hier präsentieren und diskutieren! Bin schon gespannt.

Wo bin ich?

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