Die Ergebnisse der Umfrage: Wo kauft ihr eure Bücher?

22. Februar 2011 § 9 Kommentare

Vor einer Woche habe ich per Twtpoll die Umfrage
‚Wo kauft ihr eure Bücher?‘ erstellt. Es standen folgende Antwortmöglichkeiten zur Auswahl:

  • ausschließlich im Internet
  • (Spontankäufe) beim örtlichen Buchhändler, spezielles online
  • ausschließlich beim örtlichen Buchhändler
  • andere (mit Nennung)

Innerhalb einer Woche gaben 200 Personen ihre Stimmen ab, was mich sehr gefreut hat. Hier die Ergebnisse:Die Mehrheit, also 112 Personen (56%) kauft wohl situationsabhängig oder je nach Art der benötigten Literatur ihre Bücher sowohl online als auch im stationären Handel. Dies hätte ich auch nicht anders erwartet. Anders bei den „reinen“ Online- oder Offline-Käufern: Demnach kaufen 42 Personen (21%) ihre Bücher ausschließlich im Internet! Dagegen beziehen „nur“ 29 Buchkäufer (15%) ausschließlich ihren Lesestoff beim örtlichen Buchhändler. Der Onliner-Anteil überrascht mich nicht, jedoch hätte ich persönlich mit einem höheren Anteil an treuen Buchhändler-um-die-Ecke-Kunden gerechnet. Die „anderen“ 9% (17 Personen) sind teils auch Online-/Offline-Käufer oder beziehen Bücher über weitere Wege wie Verlag oder Antiquariat. Hier geht es zu den einzelnen Nennungen.

Wie aussagekräftig sind die Anworten bei solch einer einfachen Umfrage, da keinerlei Querverweise, differenzierte Gegenfragen, demografische Angaben etc. zur Verfügung standen? Interessant wird es, denke ich, wenn ich die Befragung künftig alle halbe Jahre nochmals durchführen werde – wenn man also eine erste Entwicklung feststellen kann. Die weitere Interpretation überlasse ich gerne euch in den Kommentaren. Was meint ihr zu den Zahlen? Worin liegen die Gründe für das Ergebnis? Sagen die Zahlen doch einiges über den Kampf Internet-Buchhandel gegen stationäre/unabhängige Buchhandlungen aus?

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§ 9 Antworten auf Die Ergebnisse der Umfrage: Wo kauft ihr eure Bücher?

  • Robert sagt:

    Sehr interessante Zahlen. Deckt sich ziemlich mit den Erfahrungen hier im Laden und zeigt das alte „Stammkunden-Dilemma“. Je lauter einer „ich bin Stammkunde“ schreit desto sicherer kann man sich sein, daß er den Großteil seiner Bücher im Internet kauft.

  • Krimimimi sagt:

    Mich wundern die Ergebnisse ehrlich gesagt nicht. Ich halte den Anteil reiner Online-Käufer hier nach oben verzerrt, weil die Umfrage ja nur im Internet durchgeführt wurde. Per se sprichst Du damit die internet-affinen Leser an. Die repräsentativen Ergebnisse sähen sicher anders aus.

  • Claudia sagt:

    Carsten, ich denke das Ergebnis ‚ausschließlich im Internet‘ würde noch höher ausfallen, wenn du in deinem Umfrageverteiler nicht so viele Brancheninterne Personen hättest. Und der Punkt ‚ausschließlich beim Buchhändler‘ wäre vermutlich verschwindend gering. Ich glaube tatsächlich, dass es in der Realität kaum noch Menschen gibt, die nicht hin und wieder Bücher online bestellen.
    Nicht nur wegen der Bequemlichkeit, sondern auch aus Kostengründen, z.B. bei englischen Büchern (ich bekenne mich schuldig!) oder um beim Kauf einer CD das Porto nicht bezahlen zu müssen … (geschickter Schachzug, ohne Frage).

  • […] This post was mentioned on Twitter by Wibke Ladwig, Robert Stöppel, Jost, digiwis, digiwis and others. digiwis said: RT @craimann: Die Ergebnisse der Umfrage: Wo kauft ihr eure Bücher?: http://wp.me/p15A4y-90 #twtpoll #booksandbrains […]

  • Christine sagt:

    Ich persönlich würde gerne öfter beim netten Buchhändler um die Ecke kaufen, aber es werden leider immer weniger, das meiste sind die Ketten. Dann kann ich auch im Netz kaufen.

    Meine Beobachtung aus dem eigenen Verlag ist, dass gerade ältere Leute auf dem Land fast ausschließlich beim Buchhändler kaufen.

  • Ralf Schiering sagt:

    Danke für diese ersten Zahlen zu diesem Thema!
    Interessant sind die 56%, die klar sagen, dass sie (noch) einen Teil stationär kaufen und spezielles Online.
    Was kann hier eine lokale Buchhandlung nicht bedienen, was onlien besser geht? Sind nicht alle verfügbaren Services einer lokalen Buchhandlung – die selbstverständlich auch einen Online-Shop hat – den Kunden bekannt?
    Für mich wichtig: Auch die stationären Bhdl. müssen zu Internet-Bhdl. werden und hier ihr Angebot schaffen. Sonst werden sie zukünftig einen Teil ihrer Kunden, die gerne gemischt einkaufen, dramatisch „verlieren“.

  • craimann sagt:

    Danke an alle, die bisher ein Feedback gaben! Klar, das ist alles andere als eine repräsentative Marktforschung. Aber interessant finde ich die Zahlen schon. Und wie gesagt, ich bin auf die Entwicklung gespannt.

  • Ais eigener Erfahrung kann ich sagen, daß auch ältere Leute zunehmend übers Netz bestellen und dann hier im Laden abholen. Als Buchhandlungen mit Website können wir die Kundinnen und Kunden abholen, die bewusst einkaufen und zwar sowohl stationär als auch im Netz und dabei ihren örtlichen Händler unterstützen wollen. Die Jungen, die mit amazon aufgewachsen sind, die sehen oft gar keinen Sinn mehr darin, überhaupt in eine Buchhandlung zu gehen – leider.

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