Ich werde gefunden – kleine Sonntagsnotiz

14. November 2010 § 17 Kommentare

„Books & Brains“ macht heute einen Ausflug, ein wenig abseits von Büchern, ein Hausbesuch bei Carsten Raimann. Was bleibt auch bei dem schlechten Wetter?! Dieser ist für alljene interessant, die sich rund um ihre eigene Webpräsenz mit dem Thema Suchmaschinen-Optimierung auseinandersetzen. Es geht um die Auffindbarkeit von Personen bzw. Personennamen in den Ergebnisseiten der Suchmaschinen.

Hin und wieder googelt man sich selbstverständlicherweise selbst. Man möchte schauen, wie präsent man ist, wie weit vorne man auftaucht. In gewisser Weise die Teil-Bestimmung seines Online-Marktwertes.

‚Carsten Raimann‘ also ist kein Allerweltsname und schon gar nicht in dieser Schreibweise. Das ‚C‘ im Vornamen und das erste ‚a‘ im Nachnamen sind selten in dieser Kombination zu finden. Ganz davon abgesehen, dass mir mein Name vor rund 30 Jahren so ganz und gar nicht gefiel. Doch jetzt, muss ich sagen, finde ich ihn spitze!

In Google eingegeben, klick, platziere ich mich auf den ersten Rängen. Weil ich einmalig bin. Es drängt sich lediglich ein prominenter(?) Carsten Reimann aus der Fernsehsoap GZSZ dazwischen – den gibts dort schon gar nicht mehr. Ansonsten gehört das Feld mir. Tolle Arbeit, liebe Eltern, in Sachen SEO habt ihr vor gut 40 Jahren hervorragende Arbeit geleistet: ihr habt einzigartigen Content geschaffen, und das mit nur zwei Wörtern!

Zur Gegenprobe: Thomas Müller oder Andreas Maier – alle Leserinnen mögen mir bitte die beiden männlichen Beispiele verzeihen, aber ich könnte nun mal nicht Heidi heißen – haben es schon schwerer, gefunden zu werden, wenn man nicht Fussball-Profi oder Autor ist, oder einfach Carsten Raimann heißt.

Advertisements

§ 17 Antworten auf Ich werde gefunden – kleine Sonntagsnotiz

  • Stimmt, solche Namen sind in Zeiten von Google & CO eindeutig ein Vorteil. Im nächsten Schritt geht es dann aber darum, Themenfelder zu besetzen. Wenn ich dann ein Schlagwort in Verbindung mit dem Thema Buch suche, muss ich auch bei Dir landen. :-)

  • craimann sagt:

    Kommt noch, Christian ;-) Danke.

  • Willkommen im Club der Menschen mit ungegewöhnlichen Namen ;)

    Einzig ein Schweizer könnte sich zu einer potenziellen Gefahr entwicklen, aber mein Namensvetter ist zum Glück weniger internetaffin als ich. Statt dessen will er seinen Körper der Wissenschaft stiften und sich nach seinem Ableben zu eingelegten Scheibchenen verarbeiten lassen …

    Meine Mutter ist beinah vom Stuhl gefallen, als sie meinen Namen googlete und dabei auf diese Story stieß :-)

  • Steffen Meier sagt:

    Denke darüber nach, meinen Namen zu ändern ;-)

  • aviess sagt:

    da kann ich mithalten; es gibt offenbar lediglich einen namensvetter und der hat laut google etwas mit „hochflorteppichen“ zu tun. keine gefahr also.

  • Sascha sagt:

    „Scheibchenen“ = besonders kleine Scheibchen

  • Wibke Ladwig sagt:

    Meinen Eltern muß ich da nachträglich auch gratulieren. Wibke + Ladwig: Diese Namenskombination ist einzigartig – wer hätte gedacht, daß die lieben Eltern sich als langfristig vorausplanende SEO- und Marken-Spezialisten entpuppen?
    Sich selber zu googlen, ja auch unhübscherweise „Ego-Googlen“ genannt, wird erstaunlicherweise von vielen aus unbestimmten Gründen oder unter dem Vorwurf des Narzismus abgelehnt. Interessant, gerade wenn Mitarbeiter aus den Kommunikationsabteilungen sich dergestalt äußern. Und diese es auch noch ablehnen, z.B. per Xing-Profil mit ihrem Unternehmen und ihrer Profession in Verbindung gebracht zu werden. Noch interessanter, wenn diese Mitarbeiter gerade mal Ende 20 sind … Kein Einzelfall. Jüngst erst erlebt.

  • Katrin Grawe sagt:

    Also ich hätte geschworen, dass mein Name einzigartig ist in der Kombination und wurde soeben beim Ego-Googeln enttäuscht.
    In einem anderen Leben bin ich Kassenwart in Birkenau, aber mehr Katrin Grawes habe ich dann tatsächlich auch nicht gefunden. Also fast perfekt.

    • Inge Grawe sagt:

      Ja, mein Schatz, hätten wir des gewusst, hätten wir Dich doch Katharina genannt… Lieben Gruß, Deine Mutti

  • Kennt Ihr die Geschichte vom Bewerber, der darauf baute, dass die Chefs großer Werbeagenturen auch „ego-googlen“? Er hat gezielt Google-Ads mit seiner Bewerbung geschaltet, die bei ihren Namen angezeigt wurden, und wurde prompt eingeladen und hat (wenn ich mich richtig erinnere) tatsächlich auch einen Job bekommen ;-)

    In meinem zweiten Leben bin ich übrigens Reiseleiterin in Südengland (nicht, dass ich da schon gewesen wäre, aber das wird sich dann ja vielleicht bald ändern…), Autorin und studierte Theaterwissenschaftlerin bzw. Historikerin. Nun, Theaterwissenschaft und Geschichte habe ich auch studiert, das ist schon ein bisschen unheimlich irgendwie…
    An Amazon-Treffern bei Google vorbeizukommen dürfte jedenfalls nicht ganz so leicht sein, aber ich arbeite dran!

  • Bevor sich unsere Eltern bezüglich SEO bei Dir offenbar mehr Gedanken gemacht haben, griffen sie bei meiner Namensgebung noch zum damaligen Mainstream (Christian war über Jahrzehnte hinweg immer unter den Top3 zu finden). Doch auch so kann man es beim ‚Ego-Googeln‘ durchaus auf vordere Plätze schaffen. Entscheidend ist halt doch der Content (auch wenn’s nur eine kleine Special-Interest-Webpage ist).

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

Was ist das?

Du liest momentan Ich werde gefunden – kleine Sonntagsnotiz auf Books & Brains.

Meta

%d Bloggern gefällt das: