Wieder einmal an der Uni sein

25. November 2010 § Hinterlasse einen Kommentar

Kurz nach meinem Buchwissenschaftsstudium in München war ich an der hiesigen Uni bereits selbst Lehrender, in dem selben Studiengang. Es ging damals in einem berufspraktischen Kurs um „Unternehmensberatung für Verlage“.

Heute Nachmittag darf ich an der Hamburger Universität „lehren“. Ich werde Gast bei 16 Studenten der Geisteswissenschaften sein. Sie studieren u. a. Germanistik, Anglistik oder Japanologie, die meisten im Grundstudium, und sie bereiten sich bereits jetzt auf ihr zukünftiges Berufsleben vor. In einem Seminar, das die Arbeitsstelle Studium und Beruf anbietet, erkunden sie das Berufsfeld „Öffentlichkeitsarbeit und Public Relations“. Nele Süß vom Murmann Verlag und 2. Vorsitzende beim Arbeitskreis der Verlagspressesprecherinnen und -Pressesprecher e.V. leitet dieses Seminar. Sie hat mich eingeladen, mit ihren Studenten das Thema Social Media zu bearbeiten, das zweifellos heute sehr eng mit ÖA und PR verknüpft ist. Es geht darum aufzuzeigen, wie mein Karriereweg von der Ausbildung über das Studium hin zum Online-Marketing-Berater aussah, wie ich heute in meiner Arbeit Social Media einsetze und wo ich Social Media im Unternehmensumfeld sehe. Und wir wollen diskutieren welchen Platz und Stellenwert Social Media in der ÖA und PR einnimmt.

Freu mich darauf und bin sehr gespannt, mit welchen Fragen mich die „Digital Natives“ löchern und was sie mir beibringen werden!

Ich fördere, also bin ich

23. November 2010 § 7 Kommentare

Zurzeit beschäftigen mich intensiv zwei Themen: Crowdfunding und Crowdsourcing. Es geht um das Fördern und Unterstützen von Projekten und Geschäftsideen durch eine (meist anonyme) Masse aus (beliebig) vielen Einzelpersonen. Beim Crowdfunding geht es mehr oder weniger um eine „Geldspende“. Mit einem kleinen Teilbetrag in Höhe von 8,- Euro könnte ich bspw. Projekte wie dieses außergewöhnliche Vorhaben, Snowboarding Iran, über die Plattform startnext.de unterstützen. Für diese 8,- Euro würde ich etwas Geldwertes zurück bekommen, ein original Filmposter. Für einen niedrigen dreistelligen Betrag wäre am Ende das Original-Drehbuch drin, für einen vierstelligen erhielte man sogar „kostenlosen Zugriff“ auf das Fimmaterial. Abgefahrene Idee, 15.400,- Euro beträgt die gesamte Fundingsumme, damit das Projekt realisiert werden kann. Leider ist Snowboarden nicht mein Thema. Immerhin konnte ich hier auf das Projekt aufmerksam machen!

Ich möchte Projekte unterstützen, worin ich mich wiederfinden kann, in der Thematik ebenso wie in den Personen, die dahinter stehen. Ich möchte mich mit dem Projektinhaber oder alleine mit mir auseinandersetzen können, wo, was und WIE ich fördere: Welche Möglichkeiten gibt es für mich außer eine bestimmte Summe Geld zu geben? Es geht um ein geistiges und virtuelles Engagement (in der Summe mit anderen), um etwas in Gang zu setzen. Womit wir beim zweiten Thema angelangt wären, dem Crowdsourcing. Eine Masse an „kostenloser Intelligenz“ bringt sich mit ihrem gesamten Wissen und Können, ihrer Erfahrung und ihrer Manpower in Projekte ein, um Aufgaben und Probleme zu lösen.

Crowdfunding und Crowdsourcing sind durch das Internet in Mode gekommen und finden heute im Web2.0 Anwendung. Da ich mich in dieser Welt ebenfalls tummle und sehr wohl fühle, mir aber auch, wie bekannt ist, die Welt der realen Bücher, Kunst und Kultur am Herzen liegt, möchte ich mich in „moderne“ Buch-Kunst-Kultur-Projekte einbringen. In Projekte, wo neue Wege beschritten werden, Klassisches mit Innovativem verbunden wird, vielleicht sogar verschmilzt, wo neues ausprobiert und gewagt wird, und wo mutige, kreative und außergewöhnliche Menschen dahinter stehen. Dabei sollen natürlich das Marketing und die Kommunikation über Online- und Social Media-Kanäle im Vordergrund stehen.

Was habe ich davon, außer Ruhm und Ehre, die mir zuteil werden? Es geht mir nach wie vor ganz klar um (m)eine wachsende Vernetzung sowie Präsenz im Web2.0, um meine Positionierung und meine Reputation! Faszinierend ist aber auch allein die Möglichkeit, sich mit Hilfe des Webs einbringen und etwas fördern zu können. Das gibt mir sehr viel zurück – vorausgesetzt, ich sehe, wie das Geförderte wächst und gedeiht! Und gegen eine spätere Rendite habe ich natürlich auch nichts.

In mehreren Beiträgen werde ich euch nach und nach von Projekten berichten, die ich ganz gezielt fördern und unterstützen möchte, weil ich in ihnen Potenzial und Zukunft sehe.

re:publica 2011

17. November 2010 § 5 Kommentare

Vom 13. – 15. April 2011 findet in Berlin die alljährliche re:publica statt. Nachdem ich es bisher immer geschafft habe, kein Ticket mehr zu bekommen oder aus mir jetzt unerklärlichen Gründen keine Zeit zu haben, habe ich heute zugeschlagen. Darf mich jetzt Early-Bird nennen, obwohl ich mich total verschlafen durch das Ticket-Order-System auf amiando klickte. Es wurde schließlich erfolgreich ausgespuckt: Hier kommen ihre Tickets, Carsten Raimann!

Und da es nun mal so gewünscht ist und ich das auch voll unterstütze, werde ich hier für die Veranstaltung nach meinen Kräften werben. Mal immer wieder, mit meinen Gedanken dazu, mit offiziellem Banner (kommt noch), mit Themen rund herum etc.pp.

re:publica 11, ich freue mich auf dich!

P.S. 2011 wird anscheinend mein Jahr der Camps, Konferenzen und Events …

Ich werde gefunden – kleine Sonntagsnotiz

14. November 2010 § 17 Kommentare

„Books & Brains“ macht heute einen Ausflug, ein wenig abseits von Büchern, ein Hausbesuch bei Carsten Raimann. Was bleibt auch bei dem schlechten Wetter?! Dieser ist für alljene interessant, die sich rund um ihre eigene Webpräsenz mit dem Thema Suchmaschinen-Optimierung auseinandersetzen. Es geht um die Auffindbarkeit von Personen bzw. Personennamen in den Ergebnisseiten der Suchmaschinen.

Hin und wieder googelt man sich selbstverständlicherweise selbst. Man möchte schauen, wie präsent man ist, wie weit vorne man auftaucht. In gewisser Weise die Teil-Bestimmung seines Online-Marktwertes.

‚Carsten Raimann‘ also ist kein Allerweltsname und schon gar nicht in dieser Schreibweise. Das ‚C‘ im Vornamen und das erste ‚a‘ im Nachnamen sind selten in dieser Kombination zu finden. Ganz davon abgesehen, dass mir mein Name vor rund 30 Jahren so ganz und gar nicht gefiel. Doch jetzt, muss ich sagen, finde ich ihn spitze!

In Google eingegeben, klick, platziere ich mich auf den ersten Rängen. Weil ich einmalig bin. Es drängt sich lediglich ein prominenter(?) Carsten Reimann aus der Fernsehsoap GZSZ dazwischen – den gibts dort schon gar nicht mehr. Ansonsten gehört das Feld mir. Tolle Arbeit, liebe Eltern, in Sachen SEO habt ihr vor gut 40 Jahren hervorragende Arbeit geleistet: ihr habt einzigartigen Content geschaffen, und das mit nur zwei Wörtern!

Zur Gegenprobe: Thomas Müller oder Andreas Maier – alle Leserinnen mögen mir bitte die beiden männlichen Beispiele verzeihen, aber ich könnte nun mal nicht Heidi heißen – haben es schon schwerer, gefunden zu werden, wenn man nicht Fussball-Profi oder Autor ist, oder einfach Carsten Raimann heißt.

stART11 – Das Pro-Viren-Programm

7. November 2010 § 3 Kommentare

Ich bin infiziert! Mein Rechner, mein Körper, mein Geist. Mit einem Virus namens stART11. Eingefangen habe ich ihn mir, wie könnte es auch anders sein, durch das Laden einer Seite im Netz. D.h. es war nicht nur einfach eine Seite. Es war das Mach(t)werk eines allumspannenden Netzwerkes, einer ausgebufften Vereinigung von gemeinen und intelligenten Viren-Spendern und -Bastlern, die mich, durch ihre ganz eindringliche Art und Weise zu kommunizieren, und dadurch, wie sie Kontakt mit anderen Menschen aufzunehmen pflegen, sozial und vernetzend, vereinnahmten. Die Zentrale, über die der äußerst ansteckende stART11 in das WWW geschleudert wurde, nennt sich geradezu provokant stARTblog. Als sei es nur eine dieser kleinen Startrampen, von denen aus bei athletischen und olympischen Sportwettkämpfen die austrainiertesten und widerstandsfähigsten Zell-Maschinen auf zwei Beinen ins Rennen geschickt werden. Und diese gefährlichen und hinterlistigen Viren-Kreateure nennen sich Kulturmanager, Web2.0-Addicts oder PR-Consultants, sie agieren also auch noch verdeckt. Das ist genial!

Das Motto ihres Auftrages, das keinen, der angesteckt wird, loslässt: „Offen. Experimentell. Zusammen.“ Man hat keine andere Wahl, als diese Epidemie öffentlich zu machen, dies auf Wegen, die neu, kühn und noch nie da gewesen sind, womöglich mit allen anderen „Befallenen“ zusammen.

Und dass es sich tatsächlich um eine ansteckende Krankheit handeln muss, zeigen ähnliche Symptome allenorts, in Tweets, Statusmeldungen und Kommentaren. So lautet das Leid eines Infizierten: „Ich bin völlig überzeugt und möchte sofort mit meinem Blut irgendetwas unterschreiben und meine Seele an euch verkaufen!“

Noch nie hat eine Virus-Infektion solchen Spaß bereitet, enormen Spaß! Möge sie mich noch lange Zeit in Schach halten: In einem Jahr findet am 17./18. November die stARTconference 2011 in der Duisburger Mercator-Halle statt. Das zentrale Thema der 3. Konferenz rund um Kunst, Kultur und Social Media/Web wird „Transmedia-Storytelling“ sein. Ein, wie ich finde, spannendes „mediales Erlebnis“, das man dieses Jahr in einem zumindest inhaltlich ähnlich angelegten Konzept auf der Buchmesse erfahren konnte: storydrive.

Ich möchte bei der stART11 dabei sein, vor und auf der Konferenz, mit meiner Idee und meiner Erzählung. Sie wird von der Entdeckung des Virus handeln, von der Injektion mit dem selbigen und von dem, was sich ab heute bis zur stART11 entwickelt hat. Sie lebt von der Ungewissheit dieser Entwicklung, auch von meiner positiven Neugier, von meinem Engagement für die stART11 und all meinen Erfahrungen auf dem Weg dorthin: offen. experimentell. zusammen. transmedial. viral!

Ich danke Christian Henner-Fehr, Frank Tentler, Karin Janner und Dorothee Martin für diese Initialzündung durch Virus-Infektion.

P.S. Wenn ihr auch „krank“ werden wollt, ganz einfach, hier eine Auswahl an Virenstationen: stART11 auf Facebook, Twitter und XING.

Wo bin ich?

Du siehst dir momentan die Archive für November, 2010 auf Books & Brains an.

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